Verein zur Förderung ethnischer Minderheiten e.V.

 

Peyam – 3. Kurdische Filmwoche München  (15.02.2017 – 19.02.2017)

 

Mitte Februar organisieren wir im Gasteig unsere 3. Kurdische Filmwoche in München.  Vom 15.02.2017 bis 19.02.2017 werden im Vortragssaal der Bibliothek  Filme junger kurdischer Filmemacher präsentiert. Peyam heißt auf Kurdisch „Botschaft“ und somit kündigt sich als Thematik der diesjährigen Filmreihe der lebendige Wunsch des kurdischen Volkes erkannt und wahrgenommen zu werden.

Unsere Filme haben wir so gewählt, dass der Zuschauer einen Zugang zur Welt aus Sicht der Kurden bekommt. Dass diese nicht eine der friedlichsten ist, wird dem Zuschauer sicherlich auffallen. Leider ist das kurdische Volk ein Volk ohne eigenes Land und insofern ein vertriebenes, eines dem Freiheit mehr bedeutet als vielen anderen Völker, die ihre Freiheit gar nicht richtig schätzen können. Diese Gegebenheit ist jedoch der größte Motivator unsererseits und der wichtigste Erklärer für diejenigen, die dem Kurdischen Volk näher kommen wollen.

Themen, wie Vertreibung, Flucht und Genozid, aber auch Alltag, Liebe und Generationskonflikt werden in den ausgewählten Filmen dem Publikum nahe gebracht.

Wir bedanken uns bei der Münchner Stadtbibliothek für die herzliche Unterstützung!

 

 

Wo: Vortragssaal der Bibliothek

Eintritt:  7,00 Euro / ermäßigt: 5,00 Euro

 

Verkauf in der Gasteig Glashalle und an allen Verkaufsstellen von München Ticket.

www.muenchenticket.de

Tel.: 089-54818181

 

https://www.muenchenticket.de/guide/event/9frg/Peyman+3+Kurdische+Filmwoche+2017.html?cursor=0

 

https://www.gasteig.de/service/suche/kurdische%2Bfilmwoche

 

 

REEBA – THE DARK WIND

Irak/Deutschland/Syrien/Katar, 2016, 92 Min., Regie: Hussein Hassan, Mit: Rekesh Shabaz, Diman Zandi, Maryam Boobani

 

REŞEBA – THE DARK WIND ist der erste Spielfilm, der den Genozid an den Yeziden durch den sogenannten Islamischen Staat in der kurdischen Shingal-Region thematisiert:

Das junge yezidische Liebespaar - Reko und Pero - wird getrennt, als der sogenannte Islamische Staat ihr Dorf in der Shingal-Region angreift. Die Terroristen morden sich durch die Dorfgemeinschaft und verkaufen die schöne Pero sowie weitere junge Mädchen auf dem Sklavenmarkt.

Doch Reko begibt sich auf die Suche nach seiner Verlobten und spürt sie schließlich in Syrien auf. Die beiden finden Schutz in einem Flüchtlingslager, in dem auch Peros und Rekos Familien untergebracht sind. Die Zukunft der jungen Liebe bleibt ungewiss.

EL CLASICO

Norwegen 2015, 95 Min. Original Kurdisch mit englischen Untertiteln, Regie: Halkawt Mustafa,

Darsteller: Wrya Ahmed, Dana Ahmed, Kamaran Raoof

 

El Clásico – der Klassiker. So nennt man die Fußballspiele zwischen Barcelona und Real Madrid… Die Brüder Alan und Shirwan, beide kleinwüchsig, leben in einer kurdischen Stadt im Irak. Alan will seine Freundin Gona heiraten, doch ihr Vater hat etwas dagegen. Der Patriarch ist außerdem ein großer Real-Madrid-Fan. Kann Alan ihn vielleicht damit beeindrucken, dass er nach Spanien fährt und Real-Star Ronaldo ein Paar Schuhe übergibt, die der Vater angefertigt hat?

Ein heiteres Roadmovie, voller politischer Zwischentöne mit zwei Helden, die trotz aller Hindernisse am Ball bleiben.

SONG OF MY MOTHER - Klama Dayika Min

Türkei/Frankreich/Deutschland 2016, 103 Min., Original Kurdisch mit englischen Untertiteln, Regie: Erol Mintaş, Darsteller: Feyyaz Duman, Zubeyde Ronahi, Nesrin Cavadzade

 

Ali (Feyyaz Duman) ist Lehrer und lebt mit seiner Mutter Nigar (Zübeyde Ronahi) in Istanbul. Als kurdische Flüchtlinge kamen sie in den 90er Jahren in die Metropole, doch während sich Ali inzwischen gut zurechtfindet, will Nigar unbedingt in ihr Heimatdorf zurückkehren. Jeden Morgen packt die alte Frau ihre Habseligkeiten zusammen und streift durch die Betonwüste der Istanbuler Vorstadt, Tag für Tag macht sich Nigar so auf den Weg in ihr altes Dorf – sie glaubt, dass ihre ehemaligen Nachbarn dahin zurückgegangen sind und sie sucht das eine Lied, von dem die ständig träumt.

MEMORIES ON STONE – Bîranînên li ser kevirî

Irak/Deutschland 2014, 99 Min., Original Kurdisch mit deutschen Untertiteln, Regie: Shawkat Amin Korki, Darsteller: Nazmi Kirik, Ala Riani, Suat Usta.

 

Irak, nach dem Sturz des Diktators Saddam Hussein: Die beiden kurdischen Jugendfreunde Hussein und Alan fassen den Entschluss, einen Film über die „Anfal-Operation“ zu drehen. Unter diesem Decknamen beging das Regime den Genozid an der kurdischen Bevölkerung im Norden Iraks. In einem vom Krieg gebeutelten Land einen Film zu machen, ist allerdings nicht leicht und am schwierigsten ist es, eine weibliche Hauptdarstellerin zu finden. Dann taucht plötzlich die schöne Sinur auf, die von dem Projekt begeistert ist. Ihr Onkel Hamid  und ihr Cousin Hiwar verbieten ihr jedoch aufgrund der archaischen Familienstrukturen die Teilnahme.

HÁWAR – Meine Reise in der Genozid

Deutschland/Irak/Türkei 2015, 101 Min., OmU, Regie: Düzen Tekkal, Dokumentarfilm

 

Seit einigen Jahren plante die yezidische Journalistin Düzen Tekkal eine Reise mit ihrem Vater zu ihren kulturellen Wurzeln. Doch als sie sich 2014 auf den Weg in den Nordirak machten, wurde das einst friedliche yezidische Siedlungsgebiet bereits von den Gräueltaten der Terrormiliz „Islamischer Staat“ erschüttert. Die Bilder und Propaganda-Videos der Täter kennt die ganze Welt. Diese Dokumentation richtet den Fokus auf die Schicksale der Opfer, denen in der Öffentlichkeit bislang kaum Beachtung geschenkt wurde. Männern, Frauen und Kindern, die aufgrund ihres Glaubens, alles verloren haben und trotzdem an ihm festhalten.

HAUS OHNE DACH

Deutschland/KRG (Kurdistan Regional Government Irak) 2016, 117 Min., OmU, Regie: Soleen Yusef, Darsteller: Murat Seven, Sasun Sayan, Mina Ö. Sağdıç, Wedad Sabri, Ahmet Zirek

 

Die Geschwister ALAN, JAN und LIYA, die in der kurdischen Region des Iraks geboren und in Deutschland aufgewachsen sind, wollen den letzten Wunsch ihrer Mutter erfüllen und sie neben dem im Krieg verstorbenen Vater in ihrem Heimatdorf beerdigen. Auf der nervenaufreibenden Kurdistan-Odyssee werden sie aber nicht nur mit ihrer kurdischen Großfamilie konfrontiert, die den letzten Wunsch der Mutter nicht akzeptiert, sondern vor allem mit sich selbst.